Montabaur liegt im Niederwesterwald, eingebettet in die Montabaurer Senke östlich der Montabaurer Höhe. Die Stadt befindet sich etwa achtzehn Kilometer nordöstlich von Koblenz auf der anderen Rheinseite und ist Kreisstadt des Westerwaldkreises in Rheinland-Pfalz. Als Mittelzentrum verwaltet sie eine Verbandsgemeinde mit weiteren 24 Ortsgemeinden und umfasst neben der Innenstadt sieben Stadtteile, darunter Wohnplätze wie die Frinksmühle oder das Hallenbad.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 959 als Kastell Humbach, das später unter dem Trierer Erzbischof Dietrich von Wied zum Schloss Montabaur ausgebaut und nach dem Berg Tabor im Heiligen Land benannt wurde. 1291 erhielt Montabaur Stadtrechte und entwickelte sich zu einem regionalen Verwaltungszentrum. Bis 1968 war es Sitz eines Regierungsbezirks, bevor es durch Eingemeindungen seine heutige Ausdehnung erreichte. Bekannt wurde die Stadt auch als Standort der Westerwaldkaserne, die bis 2004 von der Bundeswehr genutzt wurde.
Prägend für Montabaur sind das Schloss und die mittelalterliche Stadtmauer mit dem Wolfsturm, der für Veranstaltungen gemietet werden kann. Die Altstadt besticht durch Fachwerkhäuser, eine spätgotische Pfarrkirche und den neugotischen Rathausbau Roter Löwe. Kulturell bietet das b-05 Kunst- und Kulturzentrum in einem ehemaligen NATO-Lager zeitgenössische Ausstellungen, während die Stadthalle für Konzerte und Tagungen genutzt wird. Überregional bekannt ist zudem das Fashion-Outlet-Center.