Mór liegt in der ungarischen Tiefebene, etwa auf halber Strecke zwischen Budapest und dem Plattensee, und ist umgeben von sanften Hügeln. Die Stadt ist Verwaltungssitz eines eigenen Kreises im Komitat Fejér und zählt zu den bekanntesten Weinbauorten Ungarns. Zu ihr gehören die beiden kleinen Ortsteile Alsódobos und Felsődobos im Nordwesten. Mit ihren Nachbarorten wie Bodajk oder Csókakő ist sie durch ein Netz aus Landstraßen und Bahnlinien verbunden.
Die Geschichte Mórs ist eng mit dem Adelsgeschlecht Lamberg verknüpft, das hier seinen Sitz hatte. Ein berühmter Sohn der Stadt war Graf Franz Philipp von Lamberg, der während der ungarischen Revolution in Budapest ums Leben kam. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Mór von einer Großgemeinde mit über zehntausend Einwohnern zu einer Stadt, die heute auch als Zentrum der ungarndeutschen Minderheit gilt.
Die Stadt beeindruckt mit historischen Bauwerken wie der neugestalteten mittelalterlichen Kreuzkirche und dem Lamberg-Schloss aus dem 18. Jahrhundert. Mehrere barocke Heiligenstatuen prägen das Stadtbild, darunter die Nepomuki-Szent-János-Statue und die Szent-Sebestyén-Statue. Mór ist zudem für seinen Weißwein Móri Ezerjó bekannt, der in der Region angebaut wird. Persönlichkeiten wie der Nobelpreisträger Ferenc Krausz oder der ehemalige Ministerpräsident Sándor Wekerle stammen von hier.