Morges liegt am Nordufer des Genfersees im Waadtländer Mittelland, etwa zehn Kilometer westlich von Lausanne. Die Stadt breitet sich auf einem Schwemmkegel des Flusses Morges aus, der hier in den See mündet. Das Gelände steigt von 374 Metern am Ufer bis auf 468 Meter im Norden an, wo die Hänge des Plateaus von Echichens beginnen. Im Osten begrenzt ein Bach die Gemarkung, im Westen reicht sie bis zur Terrasse von Tolochenaz. Nachbarorte sind unter anderem Vufflens-le-Château und Lonay, im Süden grenzt das Gebiet an Frankreich.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch als Ort wird Morges erstmals im 9. Jahrhundert erwähnt. Kaiser Lothar II. bestätigte damals Besitzrechte des Erzbischofs von Lyon an „Morgas“. Später festigten die Savoyer ihre Macht, als sie 1286 mit dem Bau einer Burg begannen. Der Ort entwickelte sich zu einem savoyischen Marktflecken, der den Handelsweg zwischen Lausanne und Genf sichern sollte. Im 17. Jahrhundert gewann Morges als Handels- und Umladeplatz an Bedeutung, besonders nach dem Bau des Entrerocheskanals.
Heute prägen die Altstadt am Seeufer, moderne Wohnviertel und ausgedehnte Gewerbezonen das Bild. Die Stadt ist bekannt für ihre Museen, darunter das Militärmuseum in der savoyischen Burg und das Museum Alexis Forel. Jährlich lockt das Tulpenfest Besucher an. Mit zwei Theatern, einer Landwirtschaftsschule und einer Schmalspurbahn nach Bière bietet Morges kulturelle und verkehrstechnische Anbindungen. Die Partnergemeinde Vertou in Frankreich unterstreicht die internationale Verbindung.