Mülhausen liegt im Osten Frankreichs, nahe der Grenze zu Deutschland und der Schweiz, am Rhein-Rhône-Kanal auf etwa 240 Metern Höhe. Die Stadt wird von den Flüssen Doller und Ill durchzogen und ist umgeben von den Vogesen im Nordwesten und dem Sundgau im Süden. Mit Basel, Freiburg und Straßburg ist sie durch wichtige Verkehrswege verbunden und gilt als Tor zur Elsässer Weinstraße.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 803 als Mulinhuson, was auf eine Mühle als Namensgeber hindeutet. Als freie Reichsstadt und später als zugewandter Ort der Eidgenossenschaft bewahrte Mülhausen lange seine Unabhängigkeit, bis es sich 1798 Frankreich anschloss. Die Reformation wurde hier 1529 eingeführt, und im 18. Jahrhundert begann mit dem Textildruck die industrielle Entwicklung, die die Stadt prägte.
Heute ist Mülhausen bekannt für seine industrielle Vergangenheit, besonders in der Textil- und Maschinenbauindustrie. Die Stadt beherbergt ein bedeutendes Museum für Automobilgeschichte und pflegt eine enge Verbindung zur Schweiz, was sich in der zweisprachigen Ausrichtung widerspiegelt. Mit seinem kulturellen Erbe und der Lage am Dreiländereck ist Mülhausen ein wichtiger Knotenpunkt in der Region.