Altkirch liegt auf einem Hügel über der Ill im Sundgau, einer fruchtbaren Hügellandschaft im südlichen Elsass. Die Stadt ist etwa 30 Kilometer von Basel entfernt und wird von Nachbarorten wie Aspach und Walheim im Norden, Wittersdorf im Osten sowie Hirsingue und Hirtzbach im Süden umgeben. Die geologische Besonderheit zeigt sich in lössbedeckten Hügeln und tertiären Schichten, während die Ill sich tief in die Kalke eingeschnitten hat.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1102 als „Altikirich“, wo sich zunächst eine Kirche an einer Furt und eine Burg befanden. Die Burg gehörte den Grafen von Pfirt, die im 13. Jahrhundert eine Befestigung errichteten und der Stadt Stadtrecht verliehen. Durch Heirat gelangte Altkirch an das Haus Habsburg, bevor es 1648 an Frankreich fiel. Im 19. Jahrhundert war die Stadt ein bedeutender Viehmarkt, der bis in benachbarte Länder reichte, und beherbergte wichtige Einrichtungen wie ein Gymnasium und ein Amtsgericht.
Altkirch ist vor allem als Wallfahrtsort bekannt, da hier der Regionalheilige Morandus lebte und begraben liegt. Die neuromanische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und die Sankt-Morandkirche mit ihrer Grabtumba ziehen Pilger an. Historische Bauwerke wie das Rathaus aus dem 18. Jahrhundert, die Synagoge und das Kornhaus prägen das Stadtbild. Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung und ein neugotischer Brunnen mit Marienstatue ergänzen das architektonische Erbe.