Münster liegt im Zentrum des Münsterlandes in Westfalen, eingebettet zwischen sandig-lehmigen Böden und geprägt von der Münsterschen Aa, die sich durch die Stadt schlängelt. Die Landschaft ist von Streusiedlungen und Einzelhöfen geprägt, während der höchste Punkt, der Vorbergshügel, knapp unter 100 Meter erreicht. Die Stadt ist umgeben von Orten wie Greven im Nordwesten, Telgte im Osten und Senden im Süden, und ihre Innenstadt erhebt sich auf etwa 60 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Wurzeln Münsters reichen bis ins Jahr 799 zurück, als Papst Leo III. hier ein Bistum gründete. Später wurde der heilige Liudger zum ersten Bischof geweiht, und die Stadt entwickelte sich zu einem geistlichen Zentrum. Als Hauptstadt der preußischen Provinz Westfalen prägte sie über Jahrhunderte die regionale Geschichte. Heute ist Münster nicht nur ein wichtiger Verwaltungsstandort, sondern auch eine weltoffene Stadt mit über 65.000 Studierenden und einem lebendigen Fahrradnetz.
Bekannt ist Münster für seine rekonstruierte historische Altstadt und ihre Backsteinbauten, die oft giebelständig errichtet sind. Der Aasee und der Hiltruper See bieten Naherholung, während die Rieselfelder im Norden als internationales Vogelschutzgebiet gelten. Als Sitz eines katholischen Bischofs und mehrerer Hochschulen verbindet die Stadt Tradition mit modernem Leben. Die flächenmäßig große Stadt mit ihren vielen Einfamilienhäusern und niedrigen Gebäuden wirkt trotz ihrer Größe überschaubar und grün.