Myštice liegt in Südböhmen, eingebettet in ein hügeliges Gelände, das zum Blatnáer Hügelland gehört. Der Ort breitet sich linksseitig über dem Tal des Baches Kostratecký potok aus, während sich nordöstlich der große Teich Labuť ausdehnt. Die Landschaft wird von mehreren markanten Erhebungen geprägt, darunter der Křemenec und der Hrad, die das Bild der Umgebung prägen. Eine wichtige Verkehrsader ist die Staatsstraße II/175, die Myštice mit Blatná und Mirovice verbindet.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als es erstmals als königliches Dorf erwähnt wurde. Ursprünglich ein Lehndorf an einem Knotenpunkt wichtiger Handelswege, wechselte Myštice mehrfach die Besitzer, darunter die Burgherren von Křikava und später die Adelsfamilien Lev von Rosental und Sternberg. Im 16. Jahrhundert entstand durch einen neuen Teichdamm eine bedeutende Veränderung der Landschaft, die zur Bildung des heutigen Teichs Labuť führte. Bis ins 19. Jahrhundert blieb der Ort der Herrschaft Blatná unterstellt, bevor er sich zu einer eigenständigen Gemeinde entwickelte.
Heute ist Myštice vor allem für seine landschaftliche Schönheit und historische Bauten bekannt. Der Teich Labuť, einer der größten in der Region, prägt das Ortsbild ebenso wie die historische Ausspanne U Labutě, ein Gasthof aus dem 16. Jahrhundert mit besonderem Charme. Dazu kommen eine Kapelle und ein Wegkreuz, die das kulturelle Erbe des Ortes widerspiegeln. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit der Schweizer Gemeinde Rüti bei Riggisberg.