Sedlice liegt im Mittelböhmischen Bergland auf einer Hochebene, wo die Bäche Sedlický potok und Misniček entspringen. Die Stadt wird von der Europastraße 49 durchquert, die Blatná mit Písek verbindet, und ist an das Eisenbahnnetz zwischen Blatná und Strakonice angebunden. Zu den Ortsteilen gehören Holušice, Mužetice und Němčice.
Erstmals erwähnt wurde Sedlice im Jahr 1352 unter dem Namen Sedlecz, damals im Besitz der Bavor von Strakonitz. Später wechselten die Herrscher mehrfach, darunter die Herren von Kraselov und Mikuláš Malovec z Pacova, der vermutlich die spätgotische Feste errichten ließ. Adam Řepický ze Sudoměře erhob Sedlice 1539 zum Markt, und die Sternberger wandelten die Feste in ein Renaissanceschloss um. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gut enteignet, und 2006 erhielt Sedlice den Status einer Stadt.
Die Stadt beeindruckt mit Bauwerken wie der barocken Pfarrkirche Jakobus des Älteren, einem früheren Sternberghaus mit Sgraffitodekor und einem frühbarocken Haus mit Attikagiebel. Das ehemalige Schloss, einst Residenz der Sternberger, dient heute als Guthof. Eine Klöppelschule hält seit 2003 das traditionelle Handwerk am Leben.