Nabburg liegt im Oberpfälzer Wald, beiderseits der Naab, wo sich die Altstadt auf einem schmalen, steil ansteigenden Bergrücken erhebt. Dieser bot einst gute Verteidigungsmöglichkeiten und überragt das Flussniveau um bis zu 45 Meter. Der Ort beginnt am Pfahl, einem markanten Quarzfelsenzug, und ist umgeben von Lagerstätten wie den Fluoritvorkommen bei Wölsendorf.
Die Keimzelle Nabburgs war eine frühmittelalterliche Burganlage, deren Anfänge ins 7. oder 8. Jahrhundert zurückreichen. Im 11. Jahrhundert wurde Nabburg Mittelpunkt der Mark Nabburg, die als militärischer und administrativer Stützpunkt an der böhmischen Grenze diente. Unter den Diepoldingern erlebte die Region ihre Blütezeit, bevor sie an die Wittelsbacher überging. 1271 erstmals als Stadt erwähnt, erhielt Nabburg 1296 Stadtrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Handels- und Verwaltungszentrum. Im 14. Jahrhundert widerstand die befestigte Stadt mehreren Hussitenangriffen, und im Dreißigjährigen Krieg diente sie als Lager für ein großes kaiserliches Heer.
Die historische Altstadt mit ihren gut erhaltenen Bauwerken wie der gotischen Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist, der Stadtmauer mit zwei Stadttoren und dem Pflegschloss prägt das Bild. Besonders sehenswert sind die romanische Nikolauskirche im Stadtteil Venedig und die Friedhofskirche St. Georg mit ihrem Storchennest. Regelmäßige Veranstaltungen wie der mittelalterliche Markt und der Oster-Ritt nach Maria Bründl ziehen Besucher an. Die Umgebung bietet mit dem Naherholungsgebiet Alte Naab und dem Freilandmuseum Oberpfalz weitere Anziehungspunkte.