Náchod liegt im Nordosten Tschechiens, eingebettet im Tal der Metuje am Rande des Nachoder Berglands. Die Stadt wird von bewaldeten Hügeln umgeben, die zum Adlergebirgsvorland gehören, während im Osten die ostböhmische Ebene beginnt. Durch das Stadtgebiet fließt unterirdisch die Radechovka, und die Europastraße 67 führt hier vorbei. Im Ortsteil Běloves befindet sich ein Grenzübergang nach Polen, der nach Słone in Kudowa-Zdrój führt.
Die erste Erwähnung der Gegend stammt aus dem 12. Jahrhundert, als sie als „Tor zu Polen“ galt. Um 1250 ließ Hron von Nachod eine Burg errichten, die später zur Keimzelle der Stadt wurde. Náchod wurde 1254 erstmals urkundlich genannt und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz an der Route von Prag nach Breslau. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer mehrfach, darunter die Adelsfamilien Podiebrad, Pernstein und Trčka. Besonders prägend war die Zeit unter Wallenstein und später unter den Piccolomini, die das Schloss und die Stadtbefestigung erneuerten.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Burg und das Schloss das Bild der Stadt. Die Steinerne Gasse erinnert an die Flucht des „Winterkönigs“ Friedrich von der Pfalz, dessen Hufeisen in das Pflaster eingelassen sein soll. Náchod ist umgeben von einer malerischen Landschaft, die zu Wanderungen einlädt. Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, die sich in ihren Denkmälern und Festen widerspiegelt.