Nebra (Unstrut) liegt als Landstadt in Sachsen-Anhalt im nordwestlichen Burgenlandkreis, eingebettet zwischen den Orten Querfurt und Naumburg an der Unstrut. Die Stadt gehört zur Verbandsgemeinde Unstruttal und ist von sanften Hügeln und dem Flusslauf der Unstrut umgeben.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Nebra im Jahr 876 als Neveri, doch seine Bedeutung wuchs besonders im Mittelalter. Im 12. Jahrhundert erhielt der Ort Stadtrechte, und verschiedene Adelsgeschlechter wie die Schenken von Nebra prägten die Geschichte. Wirtschaftlich lebte Nebra lange vom Abbau des roten Nebraer Sandsteins, der als Baumaterial für bedeutende Bauwerke wie das Brandenburger Tor diente. Heute ist die Stadt vor allem durch archäologische Funde bekannt, darunter die Himmelsscheibe von Nebra, die als älteste Himmelsdarstellung der Welt gilt.
Besonders sehenswert ist die Schlossruine und das Heimatmuseum mit dem Hedwig-Courths-Mahler-Archiv. Ein modernes Besucherzentrum, die Arche Nebra, erinnert an den Fund der Himmelsscheibe und bietet mit einem Aussichtsturm Einblicke in die bronzezeitliche Kultur. Jährlich zieht das Lichterfest „Unstrut in Flammen“ mit Feuerwerk und Bootskorso zahlreiche Besucher an. Persönlichkeiten wie die Schriftstellerin Hedwig Courths-Mahler oder der Kantor Gallus Dreßler verbinden Nebra mit überregionaler Geschichte.