Querfurt liegt im südöstlichen Harzvorland auf der fruchtbaren Querfurter Platte, die von der namensgebenden Querne durchflossen wird. Westlich von Halle (Saale) gelegen, grenzt die Stadt im Norden an Allstedt und Farnstädt, im Osten an Obhausen und Barnstädt, im Süden an Nebra und im Westen an Roßleben-Wiehe.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in das achte Jahrtausend vor Christus zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung als „Curnfurt“ stammt aus einer Hersfelder Zehntliste zwischen 881 und 899. Die Stadt war Stammsitz der Edlen Herren von Querfurt, deren bekanntester Vertreter der heilige Brun von Querfurt war. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem regionalen Zentrum mit zwei Stadtmauern, einer Lateinschule und einem Gerichtssitz. Nach dem Aussterben der Adelslinie fiel die Herrschaft an das Erzbistum Magdeburg und später an Kursachsen, bevor sie 1815 preußisch wurde.
Die Altstadt prägen barocke Bauwerke wie das Rathaus mit seinem markanten Archivturm. Die Burg, einst Stammsitz der Adelsherren, wurde unter Kardinal Albrecht von Brandenburg und den Herzögen von Sachsen-Weißenfels erweitert. Im 20. Jahrhundert prägte die Schachproduktion des VEB Holzwaren den Ort, dessen Figuren weltweit exportiert wurden. Ein Luftangriff kurz vor Kriegsende 1945 forderte zahlreiche Opfer und hinterließ Spuren in der Stadt. Heute ist Querfurt von der fruchtbaren Landschaft und historischen Bauten wie dem Großsteingrab Langeneichstädt in der Nähe geprägt.