Neckarsteinach liegt im südlichsten Zipfel Hessens, wo der Odenwaldbach Steinach in den Neckar mündet. Die Vierburgenstadt schmiegt sich an das Nordufer des Flusses, während gegenüber der markante Kegel des Dilsbergs über das Neckartal wacht. Im Westen begrenzt der Burgberg den Ort, im Norden und Osten fließt die Steinach, im Süden der Neckar. Die Landschaft ist geprägt von den sanften Hügeln des Odenwalds und den weiten Schleifen des Flusses.
Erstmals erwähnt wird der Ort im 12. Jahrhundert durch Bligger von Steinach, einen Minnesänger, dessen Harfe im Stadtwappen erscheint. Die vier Burgen, die den Ort umgeben, entstanden unter den Lehnsherren des Hochstifts Worms und prägten die Geschichte Neckarsteinachs. Im 14. Jahrhundert wurde der Ort mit einer gemeinsamen Mauer umgeben, die Vorderburg und Stadt verband. Die Reformation fasste hier früh Fuß, als 1526 ein lutherischer Prediger berufen wurde. Kriege und Besetzungen hinterließen im Dreißigjährigen Krieg tiefe Spuren, doch nach 1685 brachten hugenottische Handwerker neuen Aufschwung.
Die vier Burgen – Vorderburg, Mittelburg, Hinterburg und Schwalbennest – sind das markanteste Wahrzeichen der Stadt. Der historische Ortskern mit seiner mittelalterlichen Struktur und der alten Stadtmauer zieht Besucher an. Die Neckarschleife und die umliegenden Wälder bieten Wanderwege mit Ausblicken auf die Burgen und den Fluss. Jährlich findet das Burgfest statt, das an die gemeinsame Geschichte der vier Burgen erinnert. Die Lage im Rhein-Neckar-Dreieck verbindet Neckarsteinach kulturell enger mit der badischen Region um Heidelberg als mit dem hessischen Umland.