Wiesenbach liegt im Rhein-Neckar-Kreis zwischen den sanften Höhen des Odenwalds und den welligen Hügeln des Kraichgaus, wo der Biddersbach durch das Dorf fließt. Auf etwa 127 bis 327 Meter Höhe gelegen, ist es rund fünfzehn Kilometer östlich von Heidelberg zu finden. Im Norden grenzt es an Neckargemünd, im Osten an Lobbach, im Süden an Mauer und Meckesheim und im Westen an Bammental. Zur Gemeinde gehört auch das Gehöft Langenzell mit seinem Schloss.
Die ersten Spuren reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als hier ein Adelshof entstand, der später dem Kloster Ellwangen unterstellt wurde. Der Ort selbst wurde erstmals im zwölften Jahrhundert urkundlich erwähnt, doch schon um 700 könnte eine Siedlung existiert haben. Im Mittelalter spielte Wiesenbach eine Rolle als möglicher Sitz der Grafen von Lauffen, bevor diese ihren Schwerpunkt auf die Burg Dilsberg verlagerten. Das Kloster Wiesenbach, gegründet von den Lauffern, wurde zum Verwaltungsmittelpunkt der Ellwanger Besitzungen an der Bergstraße. Nach der Reformation gelangte der Ort an die Kurpfalz und später an Baden.
Heute prägen das Oberdorf mit seiner historischen Schloßbergquelle und das Unterdorf mit alten Gasthäusern das Bild. Zwischen beiden entstand 1901/02 das Schul- und Rathaus als neuer Mittelpunkt. Die katholische Kirche St. Michael und die evangelische Pfarrkirche St. Ägidius erinnern an die klösterliche Vergangenheit. Das Schloss Langenzell und das Neue Schloss zeugen von der Verbindung zu diesem einst selbstständigen Ort, der heute Teil von Wiesenbach ist.