Nevers liegt in Zentralfrankreich, eingebettet in eine hügelige Landschaft am Ufer der Loire, wo sich der Fluss mit der Nièvre vereint. Die Stadt ist etwa 260 Kilometer von Paris entfernt und dient als Verwaltungssitz des Départements Nièvre in der Region Bourgogne-Franche-Comté.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die gallo-römische Zeit zurück, als sie unter dem Namen Noviodunum bekannt war. Später trug sie den Namen Nebirnum, abgeleitet vom Fluss Nièvre. Archäologische Funde belegen ihre Bedeutung bereits in dieser Epoche. Im Mittelalter wurde Nevers zum Bischofssitz und erhielt im 12. und 13. Jahrhundert städtische Freiheitsrechte. Im 15. Jahrhundert gehörte die Stadt zum Herzogtum Burgund und fiel nach dem Burgundischen Erbfolgekrieg an die französische Krone.
Nevers besticht durch seine historische Altstadt mit engen Gassen und alten Bürgerhäusern. Der Goguin-Turm, ein ehemaliger Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert, und die Porte du Croux, ein Relikt der mittelalterlichen Stadtbefestigung, zeugen von ihrer Vergangenheit. Der Herzogspalast, ein bedeutender Feudalbau, und das Rathaus mit revolutionären Prinzipien prägen das Stadtbild. Zudem beherbergt Nevers die unverweste Reliquie der heiligen Bernadette Soubirous in der Kapelle des ehemaligen Klosters Saint-Gildard.