Nitra liegt im Westen der Slowakei, etwa 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Bratislava, am Fluss Nitra. Die Stadt ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Nitriansky kraj und des gleichnamigen Kreises. Sie befindet sich im slowakischen Donautiefland, genauer im Nitrianska pahorkatina, mit dem Ortszentrum auf 167 Metern Höhe. Der Burgberg und der Kalvarienberg prägen das Stadtbild, während der 587 Meter hohe Zobor im Norden mit seinen Kalkklippen und Wanderwegen das Landschaftsbild bestimmt. Der Fluss Nitra windet sich in Mäandern durch die Stadt, in die Bäche wie Dobrotka und Selenec münden.
Die Gegend um Nitra war bereits vor 30.000 Jahren besiedelt, später folgten Ackerbauern und Kelten. Im 5. Jahrhundert erreichten die Slawen das Gebiet, und Nitra wurde im 8. Jahrhundert Sitz des Fürstentums Nitra. 828 wurde die Stadt erstmals erwähnt, und hier entstand die erste bekannte christliche Kirche der Slowakei. Unter Großmähren war Nitra ein bedeutender Fürstensitz, besonders unter Svatopluk I. Nach dem Untergang Großmährens stand die Stadt unter ungarischer Herrschaft und wurde später Sitz des Bistums Neutra.
Nitra ist eine der ältesten slowakischen Städte und beherbergt bedeutende Bauwerke wie die Burg und das Bistum. Die Stadt entwickelte sich nach Zerstörungen im Mittelalter zu einem Zentrum der slowakischen Nationalbewegung. Barockbauten prägen das Stadtbild, und der Zobor bietet einen weiten Blick über die Region. Nitra ist auch für seine historische Rolle in der slowakischen Geschichte bekannt, etwa durch die Pribinove slávnosti.