Nýdek liegt im Nordwesten der Schlesischen Beskiden, eingebettet in einen Talkessel, der von der Hluchová und ihren Zuflüssen geprägt wird. Die Gemeinde grenzt im Norden an Cisownica und im Nordwesten an Horní Líštná und Leszna Górna, während im Osten Jawornik und Wisła liegen. Im Süden reicht das Gebiet bis Hrádek, im Westen bis Vendryně. Die Landschaft wird von bewaldeten Hügeln wie dem Ostrý oder der Velká Čantoryje mit ihren 995 Metern Höhe geprägt.
Erstmals erwähnt wurde Nýdek 1456 unter dem Namen des Gründers Jan Nidek. Im 16. Jahrhundert entstand eine evangelische Kirche, doch nach der Schlacht am Weißen Berg setzte die Rekatholisierung ein. Der Ort lebte lange von Holzfällerei und Weidewirtschaft, bis 1770 der Eisenerzbergbau begann. Später prägten die Trzynietzer Eisenwerke die Entwicklung, und ein Teil der Einwohner fand dort Arbeit. Nach politischen Umbrüchen wie dem Münchner Abkommen und dem Zweiten Weltkrieg kehrte Nýdek zur Tschechoslowakei zurück.
Heute ist Nýdek vor allem als Wintersportzentrum bekannt, mit Schanzenanlagen des TJ TŽ Třinec. Die Schrotholzkirche des Hl. Nikolaus aus dem Jahr 1576 und der Aussichtsturm auf der Velká Čantoryje sind markante Sehenswürdigkeiten. Regelmäßig finden das Bierfest und das Folklorefestival U potoka statt. Die Gemeinde beherbergt zudem ein Naturreservat und eine starke polnische Minderheit.