Oberkrämer liegt im Südwesten des Landkreises Oberhavel, mitten im Havelländischen Luch, etwa zehn Kilometer nordwestlich der Berliner Stadtgrenze. Der Name leitet sich vom angrenzenden Waldgebiet Krämer ab. Zwischen den Ortsteilen Vehlefanz, Schwante und Neu-Vehlefanz erstreckt sich der Mühlensee.
Die Gemeinde entstand 1998 durch den Zusammenschluss mehrerer Orte, darunter Eichstädt, Neu-Vehlefanz und Vehlefanz. Zuvor hatten sich diese Gemeinden 1992 zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen. Ein prägendes Ereignis war die Gründung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR im Schwanter Pfarrhaus am 7. Oktober 1989, noch vor dem Mauerfall.
Oberkrämer besticht durch historische Bauwerke wie die Burg Vehlefanz, die Bockwindmühle und das Schloss Sommerswalde. Persönlichkeiten wie die Keramikerin Hedwig Bollhagen, die hier die HB-Werkstätten für Keramik betrieb, prägen das kulturelle Erbe. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Kotuń.