Falkensee liegt am nordwestlichen Rand Berlins im westlichen Bereich des Warschau-Berliner Urstromtals und in der Zehdenick-Spandauer Havelniederung. Im Norden grenzt es an Schönwalde, im Westen an Brieselang, im Süden an Dallgow-Döberitz und im Osten direkt an Berlin. Das größte Gewässer ist der Falkenhagener See im Norden, und die Stadt wird durchzogen von der Berlin-Hamburger Bahn. Eine markante Erhebung ist der 16 Meter hohe „Scheinwerferberg“, eine junge Binnendüne aus der Weichsel-Kaltzeit.
Die beiden heutigen Stadtteile Seegefeld und Falkenhagen wurden erstmals 1265 bzw. 1336 urkundlich erwähnt. Seegefeld gehörte zum Havelländischen Kreis, während Falkenhagen mehrfach von Bränden zerstört wurde. Die Gemeinden lagen verkehrsgünstig zwischen Nauen und Spandau. Mit dem Bau der Berlin-Hamburger Bahn ab 1846 entstanden Bahnhöfe, die zur Entwicklung von Villen- und Eigenheimsiedlungen führten. 1923 wurden die beiden Dörfer zur Gemeinde Falkensee zusammengeschlossen, die 1961 zur Stadt erhoben wurde.
Falkensee prägt eine Mischung aus dörflicher Struktur und städtischer Bebauung, mit großen Villengrundstücken und erhaltenen Grünflächen. Der Bahnhof Finkenkrug und der Falkenhagener See sind bekannte Orte, ebenso wie der zerstörte Alte Finkenkrug aus dem 18. Jahrhundert. Während der NS-Zeit gab es Zwangsarbeit im nahegelegenen Panzerwerk, und ein Außenlager des KZ Sachsenhausen erinnert an die Opfer. Heute ist die Stadt durch ihre Nähe zu Berlin und ihre historische Eisenbahnverbindung geprägt.