Offenburg liegt im Westen Baden-Württembergs, etwa 20 Kilometer südöstlich von Straßburg. Die Stadt markiert den Übergang vom Kinzigtal in den Rheingraben und wird von der Kinzig durchflossen, die hier ihre Richtung nach Norden ändert. Mit dem Brandeckkopf erreicht das Stadtgebiet eine Höhe von fast 690 Metern, während der Rinnbach mit knapp 140 Metern den tiefsten Punkt bildet. Der markante Hausberg der Stadt, das Hohe Horn, erhebt sich bei Fessenbach.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in römische Zeit zurück, darunter ein Kastell in der Altstadt und ein Kleinkastell in Rammersweier. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Offenburg 1148 unter den Zähringern, und bereits 1240 erhielt die Stadt den Status einer Freien Reichsstadt. Im 16. Jahrhundert prägten Silbermünzprägungen und die Zugehörigkeit zum Schwäbischen Reichskreis ihre Entwicklung. Ein dunkles Kapitel der Geschichte waren die Hexenverfolgungen zwischen 1586 und 1631, bei denen fast 90 Menschen hingerichtet wurden.
Heute ist Offenburg als Kreisstadt und Oberzentrum bekannt, umgeben von Stadtteilen wie Bohlsbach, Bühl und Elgersweier. Die historische Altstadt mit ihren ehemaligen Befestigungsanlagen und das Kapuzinerkloster zeugen von der bewegten Vergangenheit. Die Stadt verbindet ihre Tradition mit moderner Funktion als regionales Zentrum und Tor zum Schwarzwald.