Olching liegt im oberbayerischen Landkreis Fürstenfeldbruck, etwa zwanzig Kilometer westlich von München. Der Ort erstreckt sich beiderseits der Amper und ihrer Auen, umgeben von ausgedehnten Auwäldern. Nachbarorte sind im Westen Maisach, im Norden Bergkirchen, im Osten München und im Süden Puchheim und Eichenau. Die Landschaft wird geprägt durch das Flusstal und Schutzgebiete wie das „Untere Amper“ und das „Graßlfinger Moos“.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Glockenbecherkultur zurück, wie Funde bei Esting zeigen. Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem frühen Mittelalter: 806 wird Esting in einer Schenkungsurkunde erwähnt, Olching selbst taucht in einer umstrittenen Urkunde von 740 auf. Prägend war die kurze Anwesenheit der Zisterziensermönche, die 1262 nach Olching kamen, aber bereits ein Jahr später nach Fürstenfeld weiterzogen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer getroffen, doch im 18. Jahrhundert erholte er sich und wuchs durch die Säkularisation.
Heute ist Olching vor allem durch seine Arbeitertradition bekannt. Die Ankunft der Eisenbahn 1839 leitete einen Wandel ein: Eine Holzstoff-Fabrik zog Arbeitskräfte an, und der Ort entwickelte sich zu einer Gemeinde mit starkem Arbeitereinfluss. Die neuromanische Pfarrkirche St. Peter und Paul entstand 1899–1901 als neues Zentrum. Die Nähe zu München und die naturnahe Umgebung machen Olching auch zu einem beliebten Ausflugsziel.