Orléans liegt im Zentrum Frankreichs an der Loire, deren Nordufer die historische Altstadt trägt. Der Fluss wird hier vom Canal d’Orléans gespeist, der über den Oussance mit ihm verbunden ist. Südlich der Loire dehnt sich die Stadt weiter aus, während sie im Südwesten etwa 130 Kilometer von Paris entfernt ist. Das Klima ist gemäßigt mit gleichmäßig über das Jahr verteilten Niederschlägen.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die keltische Zeit zurück, als hier unter dem Namen Cenabum eine bedeutende Siedlung der Karnuten entstand. Die Römer machten daraus Aurelianum, benannt nach Kaiser Aurelian, woraus sich später Orléans entwickelte. Im Mittelalter war die Stadt mehrfach Schauplatz historischer Ereignisse: Könige wurden hier gewählt, Gelehrte verurteilt und im Hundertjährigen Krieg von Jeanne d’Arc befreit. Die Stadt prägten auch religiöse Konflikte, etwa die Verbrennung von Häretikern im Jahr 1022.
Heute beeindruckt Orléans mit seiner gotischen Kathedrale, die auf den Fundamenten römischer Straßen und eines Forums steht. Die Rue Jeanne d’Arc, eine prächtige Prachtstraße des 19. Jahrhunderts, führt direkt zur Kathedrale. Das Stadtbild wird von Renaissance-Bürgerhäusern und dem Erbe Jeanne d’Arcs geprägt, deren Namen sich in Straßen und Gebäuden widerspiegelt. Die Umgebung mit ihren sanften Flusslandschaften und historischen Brücken macht die Stadt zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.