Pithiviers liegt etwa achtzig Kilometer südlich von Paris am Fluss Essonne und ist Verwaltungssitz eines Arrondissements im Département Loiret. Die Stadt ist umgeben von der Landschaft der Region Centre-Val de Loire, die für ihre sanften Hügel und fruchtbaren Böden bekannt ist.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die gallische Zeit zurück, was sich im Ortsnamen widerspiegelt. Im Laufe der Jahrhunderte brachte sie bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter den Maler Lubin Baugin und den Mathematiker Siméon Denis Poisson. Während des Zweiten Weltkriegs wurde hier ein Lager eingerichtet, das zunächst für Kriegsgefangene bestimmt war. Später diente es unter dem Vichy-Regime als Durchgangslager, von dem aus Menschen in Vernichtungslager deportiert wurden.
Heute ist Pithiviers vor allem für seine historische Bedeutung und seine kulturellen Verbindungen bekannt. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Orten in England, Deutschland, Portugal und der Türkei. Zudem ist sie eng mit der kulinarischen Tradition des Pithivier verbunden, eines Gebäcks, das nach ihr benannt wurde.