Oschatz liegt in Sachsen, etwa 55 Kilometer östlich von Leipzig, eingebettet in eine hügelige Landschaft am Tal der Döllnitz. Der Fluss mündet weiter östlich bei Riesa in die Elbe. Die Stadt ist umgeben von waldreichen Gebieten wie dem Wermsdorfer Forst und der Dahlener Heide, die mit Wander- und Radwegen erschlossen sind. Zu den Nachbarorten zählen im Uhrzeigersinn Liebschützberg, Naundorf, Mügeln, Wermsdorf und Dahlen.
Die erste sichere Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1238, doch bereits in der Jungsteinzeit war das Gebiet besiedelt. Der Name geht auf eine sorbische Burgwardanlage zurück und bedeutet etwa „durch einen Verhau geschützter Ort“. Im Mittelalter prägten Handel, Handwerk und die Reformation das Leben in Oschatz. Die Stadt erlitt jedoch schwere Rückschläge durch Kriege, Brände und Pestepidemien, die die Einwohnerzahl stark dezimierten.
Heute besticht Oschatz durch historische Bauwerke wie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert und eine lebendige Kulturlandschaft. Die Stadt ist bekannt für ihre grünen Freiflächen und die Nähe zu ausgedehnten Wäldern. Regelmäßige Veranstaltungen und die gut erhaltene Altstadt mit ihren Gassen und Plätzen machen sie zu einem Anziehungspunkt in der Region.