Stauchitz liegt im Westen des Landkreises Meißen in Sachsen, am Nordwestrand der fruchtbaren Lommatzscher Pflege. Durch das Gemeindegebiet fließt die Jahna, die auch Namensgeber für den hiesigen Radwanderweg ist. Verkehrlich erschlossen wird der Ort durch die Bundesstraßen 6 und 169 sowie die Bahnstrecke Riesa–Chemnitz, die hier Haltepunkte bietet. Nachbarstädte wie Riesa, Meißen oder Oschatz sind nur wenige Kilometer entfernt.
Die Geschichte der Gemeinde reicht bis in slawische Zeit zurück, wie Funde von jungsteinzeitlicher Keramik und slawischen Burgstellen belegen. Viele Ortsteile wie Bloßwitz, Dobernitz oder Staucha wurden erstmals im 13. oder 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt, oft mit slawischen Ortsnamen, die auf frühere Bewohner oder natürliche Gegebenheiten hinweisen. Wirtschaftlich prägten lange Rittergüter und Klöster das Bild, etwa das Nonnenkloster in Staucha oder das Rittergut in Seerhausen, dessen Schloss später gesprengt wurde.
Besonders sehenswert sind historische Bauwerke wie die neugotische Kirche in Staucha oder der Menhir bei Steudten, der auf einem alten Grabhügel steht und an mittelalterliche Gerichtsstätten erinnert. Ein markantes Wahrzeichen war einst die Deponie Groptitz, deren künstlicher Berg weithin sichtbar war. Kulturell bereichert die Peter-Sodann-Bibliothek in Staucha mit DDR-Literatur, und regelmäßige Märkte beleben das Ortsbild. Persönlichkeiten wie der Bergrechtler Walther Weigelt oder der Kammersänger Rudolf Dittrich verbinden Stauchitz mit überregionaler Geschichte.