Palamós liegt an der katalanischen Küste in einer weiten Ebene, die sich am Fuß des Küstengebirges Massís de les Gavarres ausbreitet. Die Stadt gehört zur Region Baix Empordà und ist Teil der Costa Brava. Durch den Ort zieht sich eine Bucht, an deren Ausgang sich der Hafen befindet, der seit Jahrhunderten das Bild prägt.
Seine Anfänge reichen bis in die Antike zurück, als hier bereits eine römische Siedlung bestand. Im späten 13. Jahrhundert ließ König Peter III. eine Festungsanlage errichten und gründete den königlichen Hafen, der schnell zu einem wichtigen Handelsplatz wurde. Später wurde Palamós zur Grafschaft erhoben und mit einer Zitadelle befestigt, die es im 17. Jahrhundert zu einer der stärksten Festungen der Küste machte. Nach Zerstörungen im Krieg und durch Piratenangriffe erlebte der Ort einen wirtschaftlichen Aufschwung, als er sich zur Hochburg der Korkindustrie entwickelte. Im 20. Jahrhundert verlor die Eisenbahn an Bedeutung, während der Hafen und die Fischerei ausgebaut wurden.
Heute ist Palamós vor allem als bedeutender Fischereihafen bekannt, dessen Flotte noch immer frühmorgens ausläuft. Ein einzigartiges Fischereimuseum am Hafen dokumentiert die Traditionen und Techniken der Fischer. Die Stadt besitzt mehrere Strände und ist mit dem benachbarten Sant Antoni de Calonge zusammengewachsen. Neben dem Fußballverein FC Palamós brachte sie auch den Esperanto-Pionier Frederic Pujulà i Vallès hervor. Seit den 1960er Jahren gewinnt der Tourismus zunehmend an Gewicht, wobei viele Besucher aus der Region selbst stammen.