Peine liegt in der flachen Geestlandschaft Niedersachsens, zwischen den beiden großen Städten Hannover und Braunschweig. Die Fuhse durchfließt die Stadt, die sich auf etwa siebzig Metern über dem Meeresspiegel erstreckt. Südlich schließt sich fruchtbares Lößland an, während im Umkreis weitere Mittelstädte wie Hildesheim und Wolfsburg liegen. Die Stadt selbst umfasst mehrere Ortsteile und hat eine Fläche von rund hundertzwanzig Quadratkilometern.
Die Anfänge Peines reichen bis ins frühe zwölfte Jahrhundert zurück, als ein Ministeriale namens Berthold von Pagin eine Burg errichten ließ. Um das Jahr 1220 gründete Gunzelin von Wolfenbüttel auf einer Landzunge südlich der Burg eine planmäßige Stadt, die bald Stadtrechte erhielt. Peine wechselte mehrfach die Herrschaft, gehörte zeitweise zum Bistum Hildesheim und war Schauplatz der Hildesheimer Stiftsfehde. Wirtschaftlich spielte die Stadt als Marktort und Münzstätte eine Rolle, bis sie im fünfzehnten Jahrhundert diese Rechte verlor.
Heute ist Peine vor allem für seine Stahlindustrie bekannt, deren Produkte noch immer mit dem Namen der Stadt verbunden sind. Die mittelalterliche Burg, von der nur noch Reste erhalten sind, prägte einst das Stadtbild. Mehrfach zerstörten Brände die Stadt, doch sie wurde jeweils wieder aufgebaut. In den Ortsteilen finden sich noch Spuren der Vergangenheit, etwa in Form mittelalterlicher Silberschätze, die im zwanzigsten Jahrhundert entdeckt wurden.