Peitz, niedersorbisch Picnjo, liegt in der Niederlausitz am östlichen Rand des Spreewalds, eingebettet in eine wasserreiche Landschaft des Baruther Urstromtals. Die Stadt wird vom Fluss Malxe durchzogen, während der Hammergraben, ein künstlicher Nebenarm der Spree, sie mit Wasser versorgt. Südlich der Stadt erstreckt sich ein großes Teichgebiet, und am westlichen Stadtrand lädt der künstlich angelegte Badesee Garkoschke zum Verweilen ein. Peitz grenzt an mehrere Gemeinden, darunter Turnow-Preilack im Westen und Norden sowie Jänschwalde im Osten. Das Stadtzentrum von Cottbus ist etwa zwölf Kilometer entfernt, und die Stadt gehört zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben.
Die erste urkundliche Erwähnung einer Burg an diesem Ort stammt aus dem Jahr 1301, doch bereits 1371 wurde Peitz als Kleinstadt und 1444 als Städtchen bezeichnet. Im 15. Jahrhundert wechselte die Herrschaft zwischen Brandenburg und Böhmen, bis Peitz 1462 unter brandenburgische Herrschaft kam. Im 16. Jahrhundert begann der Bau einer Festung, die unter der Leitung des Festungsbaumeisters Graf Rochus zu Lynar entstand. Die Festung diente nicht nur als Schutz, sondern auch als Haftanstalt, darunter für den kurfürstlichen Staatsminister Eberhard von Danckelmann. Im 18. Jahrhundert wurde die Festung weitgehend abgerissen, doch die Stadt blieb ein wichtiger Standort für die Eisenverarbeitung und Fischzucht.
Peitz trägt den Namenszusatz Fischer- und Festungsstadt, was auf seine historische Bedeutung hinweist. Die Stadtkirche wurde im 19. Jahrhundert nach Plänen von Friedrich August Stüler neu erbaut, und die Peitzer Fischer wurden zu preußischen Hoflieferanten ernannt. Heute ist Peitz Sitz des Amtes Peitz und Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen. Die Wohnsiedlung Malxebogen, einst in Plattenbauweise errichtet, wurde in den letzten Jahrzehnten teilweise zurückgebaut. Die Stadt ist geprägt von ihrer sorbischen Kultur und ihrer Lage in einer malerischen Wasserlandschaft.