Pierbach liegt im hügeligen Mühlviertel Oberösterreichs, wo die Große und Kleine Naarn das Gebiet durchziehen. Die Gemeinde erstreckt sich auf 23 Quadratkilometern, davon sind mehr als die Hälfte bewaldet und über vierzig Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Der Ort selbst befindet sich auf rund 494 Metern Höhe, während die höchste Erhebung, der Bischofsberg, 801 Meter erreicht.
Die ersten Spuren der Siedlung reichen bis ins Jahr 1000 zurück, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem frühen 12. Jahrhundert. Damals schenkte ein Adeliger der Kirche von Pergkirchen ein Gebiet, das auch Pierbach umfasste. Prägend war die Burg Ruttenstein, die im 12. Jahrhundert als Rodungszentrum entstand und später in den Besitz verschiedener Adelsfamilien gelangte. Nach langem Verfall wurde sie im 19. Jahrhundert von einem Herzog erworben, dessen Nachfahren sie noch heute besitzen. Die Landwirtschaft bestimmte über Jahrhunderte das Leben der Bewohner.
Besonders sehenswert ist die Pfarrkirche mit ihren romanisch-gotischen Elementen und barocken Altären. Die Ruine Ruttenstein thront über dem Tal und zieht Besucher an, während ein Burgverein sich um ihre Erhaltung kümmert. Ein kleines Museum und ein historischer Bildstock erinnern an die regionale Geschichte. Die Gemeinde ist zudem Ausgangspunkt für Wanderwege wie den Johannesweg. Persönlichkeiten wie ein ehemaliger Weihbischof oder eine bekannte Linguistin stammen von hier.