Plasencia liegt im Norden der Extremadura, eingebettet zwischen Bergen wie der Sierra del Gordo und der Sierra de Santa Bárbara. Der Río Jerte fließt durch die Stadt und mündet nahegelegen in den Río Alagón. Mit etwa 40.000 Einwohnern ist sie eine der größeren Städte der Region. Ein Stausee, der Embalse de Plasencia, liegt nur wenige Kilometer entfernt und prägt die Landschaft.
Die Stadt wurde 1186 von Alfons VIII. von Kastilien gegründet, nachdem die Römer hier bereits eine Siedlung errichtet hatten. Schon drei Jahre später wurde Plasencia zum Bischofssitz erhoben, was den Bau einer romanischen Kathedrale einleitete. Die Auseinandersetzungen mit den Almohaden zogen sich noch bis ins frühe 13. Jahrhundert hin, bevor die Stadt endgültig unter christliche Herrschaft kam.
Plasencia besticht durch eine mittelalterliche Altstadt mit einer beeindruckenden Stadtmauer und mehreren historischen Kirchen. Besonders sehenswert sind die alte und die neue Kathedrale, die gemeinsam ein Bild unterschiedlicher Baustile bieten. Ein Aquädukt aus dem 16. Jahrhundert und der Hauptplatz mit seinen historischen Gebäuden zeugen von der langen Geschichte. Die Stadt ist zudem bekannt für ihr kulturelles Erbe und ihre Rolle als regionales Zentrum.