Ploërmel liegt in der Bretagne, im Département Morbihan, wo sich sanfte Hügel und weite Felder ausbreiten. Die Stadt ist von alten Mauern umgeben, die noch heute Zeugnis ihrer bewegten Vergangenheit ablegen. Mit ihren etwa Einwohnern zählt sie zu den größeren Orten der Region und bildet ein kulturelles Zentrum zwischen den Nachbarorten Josselin und Questembert.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in prähistorische Zeiten zurück, wie der Menhir du Piprais beweist. Im Mittelalter wurde Ploërmel zu einem wichtigen Schauplatz des Bretonischen Erbfolgekriegs, als englische Truppen die Stadt besetzten. Ein besonderes Ereignis dieser Zeit war das berühmte Turnier der Dreißig, das zwischen Ploërmel und Josselin stattfand. Später entwickelte sich die Stadt zu einem Eisenbahnknotenpunkt, doch die Strecken sind heute stillgelegt.
Die Altstadt mit ihren Befestigungsanlagen aus dem 12. Jahrhundert und dem Karmeliterkloster lädt zum Verweilen ein. Besonders sehenswert sind die Blaue Kapelle, das Haus der Marmousets und die astronomische Uhr in der alten Stadtmauer. Die Kirche Saint-Armel bewahrt die Grabmäler bretonischer Herzöge und erinnert an die reiche Geschichte der Region. Auch ein Naturkundemuseum und das Museum Jean-Marie de La Mennais bieten Einblicke in Kunst und Wissenschaft.