Plön liegt inmitten der hügeligen Seenlandschaft der Holsteinischen Schweiz und wird vom Großen Plöner See geprägt, dem größten Binnensee Schleswig-Holsteins. Die Stadt ist von zahlreichen weiteren Seen umgeben, die teils vollständig zu ihrem Gebiet gehören, teils mit Nachbarorten geteilt werden. Nur ein kleiner Teil des Stadtgebiets ist tatsächlich Land, der Rest verteilt sich auf Gewässer wie den Schöhsee oder den Trentsee. Im Westen grenzt Plön an Dörnick, während im Osten Malente und Bosau benachbart sind.
Die Ursprünge der Stadt reichen bis in die Zeit der slawischen Abodriten zurück, die auf einer Insel eine Burg namens Olsborg errichteten. Später wurde die Siedlung unter dem Namen Plune erwähnt, was „eisfreies Wasser“ bedeutet. Nach der Zerstörung der slawischen Festung entstand im Schutz einer neuen Burg eine deutsche Marktsiedlung, die 1236 das Lübische Stadtrecht erhielt. Plön diente als Residenzstadt des Herzogtums Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön und erlebte unter Herzog Joachim Ernst einen Aufschwung, als das heutige Schloss entstand. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt preußische Kreisstadt und beherbergte zeitweise eine Kadettenanstalt, aus der später ein Internat hervorging.
Heute prägen das barocke Schloss und die historische Altstadt das Bild der Stadt. Das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie und die Marineunteroffiziersschule sind bedeutende Einrichtungen. Ein Gymnasium mit langer Tradition und die Prinzeninsel, die noch immer im Besitz der Hohenzollern ist, gehören zu den Besonderheiten. Die Seen und die umliegende Landschaft machen Plön zu einem Anziehungspunkt für Naturliebhaber und Wassersportler.