Pocking liegt in Niederbayern, eingebettet in die fruchtbare Pockinger Heide, einer weiten Ebene. Die Rott fließt im Norden an der Stadtgrenze entlang, während der Inn nicht weit entfernt vorbeiströmt. Pocking wird oft als Mittelpunkt des niederbayerischen Bäderdreiecks bezeichnet und ist umgeben von Orten wie Vilshofen an der Donau, Passau und dem österreichischen Schärding.
Die Geschichte Pockings reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier bereits eine Siedlung bestand. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 820, als ein Adeliger seinen Besitz „ad pochingas“ dem Kloster Mondsee schenkte. Im 13. Jahrhundert wurde Pocking Sitz einer Hofmark, später entwickelte es sich zu einem Zentrum der Viehzucht, insbesondere durch den Rinder- und Pferdemarkt, der ab dem 19. Jahrhundert an Bedeutung gewann.
Die Stadt prägt ihr barocker Zwiebelturm der Pfarrkirche St. Ulrich, die trotz ihres äußeren Erscheinungsbildes auf spätgotische Ursprünge zurückgeht. Ein weiteres Wahrzeichen ist das Mahnmal für die Opfer des KZ-Außenlagers Waldstadt, das an die über hundert Toten erinnert. Pocking ist zudem bekannt für sein archäologisches Museum, das die lange Geschichte der Region dokumentiert, und pflegt eine Partnerschaft mit der israelischen Stadt Metulla.