Pöhl liegt im westlichen Sachsen, eingebettet in die hügelige Landschaft der Vogtländischen Schweiz. Ein markantes Merkmal ist die Talsperre Pöhl, die sich zu einem großen Teil über das Gemeindegebiet erstreckt. Die heutige Gemeinde setzt sich aus mehreren Ortsteilen zusammen, darunter Jocketa als zentraler Ort.
Die Wurzeln des ursprünglichen Dorfes Pöhl reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Erstmals erwähnt wurde es 1288, als ein Ordensbruder aus Pöhl in einer Urkunde genannt wurde. Im Ort befanden sich Herrensitze, eine Kirche und später eine bedeutende Eisengießerei mit Maschinenfabrik. Nach der Enteignung des Ritterguts 1945 und schweren Hochwassern in den 1950er Jahren wurde das Dorf schließlich 1961 für den Bau der Talsperre aufgegeben.
Heute ist Pöhl eine moderne Gemeinde, die durch die Talsperre und ihre Ortsteile geprägt ist. Jocketa dient als Hauptort und profitiert von der malerischen Lage am Wasser sowie der historischen Elstertalbrücke. Die Talsperre ist ein beliebtes Ausflugsziel, während die Gemeinde durch ihre Schulstandorte und Vereine lebendig bleibt.