Plauen liegt im Südwesten Sachsens, eingebettet in die hügelige Landschaft des Vogtlandes. Die Stadt breitet sich im Tal der Weißen Elster aus, die sich hier zu einem Becken weitet und das Zentrum prägt. Im Norden und Süden erheben sich bewaldete Kuppen, darunter der Kemmler als Hausberg mit seinem Bismarckturm. Die Höhenunterschiede sind beträchtlich: Während die Elstersohle bei 305 Metern liegt, erreicht der Culmberg 525 Meter.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Plauen im Jahr 1122, doch schon im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem wichtigen Handelsplatz. Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt zu einem Zentrum der sächsischen Textilindustrie und erlebte einen deutlichen Aufschwung. Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Maschinenbau, bevor die Stadt im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe schwer getroffen wurde. Dennoch blieb ihr historisches Erbe weitgehend erhalten.
Heute prägen vor allem Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert das Stadtbild, darunter das Alte Rathaus mit seinem Renaissance-Giebel und die Johanniskirche. Die Friedensbrücke mit ihrem riesigen steinernen Bogen und die Elstertalbrücke als zweitgrößte Ziegelbrücke der Welt sind markante Ingenieursleistungen. Zahlreiche Kulturdenkmale und die beiden großen Talsperren Pöhl und Pirk in der Umgebung unterstreichen die Verbindung von urbanem Leben und naturnaher Erholung.