Potůčky, auf Deutsch Breitenbach, liegt im westlichen Erzgebirge direkt an der Grenze zu Sachsen. Der Ort befindet sich am Oberlauf des Schwarzwassers, das später in die Zwickauer Mulde mündet. Im Gemeindegebiet fließen auch der Streitseifner Bach und der Breitenbach selbst. Unweit des Ortes erhebt sich der Plattenberg, an dessen Fuß sich besondere Naturerscheinungen wie die Wolfs- und Eispinge befinden. Gegenüber liegt Johanngeorgenstadt auf deutscher Seite.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit Bergbau und Metallverarbeitung verbunden. Im 16. Jahrhundert entstanden hier Hammerwerke und Farbmühlen, darunter ein Blaufarbenwerk, das später von Caspar Wittich übernommen wurde. Der Ort entwickelte sich aus einem Hammerwerk, das Sebastian Köppel errichtete, nachdem er die Rechte von der Bergstadt Platten erhalten hatte. Im Dreißigjährigen Krieg litt der Ort unter den Durchzügen marodierender Soldaten. Später prägten weitere Hammerwerke und Glashütten das Bild, bis der Ort 1849 zur Gemeinde wurde.
Heute ist Potůčky vor allem als Einkaufsort für deutsche Touristen bekannt, die die zahlreichen Straßenläden und Verkaufshallen besuchen. Ein Grenzübergang für Fahrzeuge verbindet den Ort mit Johanngeorgenstadt. Für Wintersportler gibt es eine kurze, aber steile Skipiste mit Lift. Der Anton-Günther-Weg führt durch den Ort, der auch durch ein Lied des erzgebirgischen Volkssängers Anton Günther bekannt wurde. Ein wiedereröffnetes Gasthaus erinnert an diese Verbindung.