Pratteln liegt im Kanton Basel-Landschaft auf einer Höhe von 298 Metern über Meer und wird im Norden vom Rhein begrenzt, der hier die Grenze zu Deutschland bildet. Im Süden steigt das Gelände zum Gempenplateau und zum Adlerberg an. Die Gemeinde umfasst auch das Industriegebiet Schweizerhalle und einen Teil des großen Rangierbahnhofs Basel-Muttenz. Nachbarorte sind unter anderem Augst und Muttenz, während auf der anderen Rheinseite das deutsche Grenzach-Wyhlen liegt.
Frühe Siedlungsfunde belegen eine Besiedlung bereits in der Mittel- und Jungsteinzeit, darunter ein über 120.000 Jahre alter Faustkeil. Der Name Pratteln geht auf eine galloromanische Bezeichnung für „kleine Wiese“ zurück und deutet auf eine romanische Sprachinsel hin, die sich erst später alemannisch überformte. Erstmals erwähnt wird der Ort 1102 oder 1103 als Hof des Basler Klosters St. Alban. Die Familie Eptinger prägte jahrhundertelang die Geschichte, bis ihre Burgen beim Basler Erdbeben zerstört wurden. Später gehörte Pratteln zur Stadt Basel, bis es 1833 im Konflikt zwischen Stadt und Landschaft teilweise zerstört wurde.
Pratteln ist heute ein Vorort von Basel mit industriellem Schwerpunkt und gleichzeitig eine Wohngemeinde mit hoher Lebensqualität. Bekannt ist die Gemeinde für die Z7 Konzertfabrik, in der Rock- und Metal-Events stattfinden. Historisch interessant sind die alten Bohrtürme der Rheinsaline und die alte Pfarrkirche, die auf romanischen Fundamenten steht. Ein besonderes Kuriosum ist die Hexmatt, ein ehemaliger Versammlungsort, der im 16. und 17. Jahrhundert mit Hexenprozessen in Verbindung gebracht wurde.