Přeštěnice liegt in Südböhmen, eingebettet zwischen den Tälern der Bäche Dobřemilický potok und Milevský potok. Der Ort befindet sich auf einem Höhenrücken, der sich nach Südosten zum Tal der Smutná hin neigt. Rund um das Dorf erheben sich markante Hügel wie der Záhoří, der Kostelík oder die Vitanka. Nachbarorte sind unter anderem Výška und Rohozov im Norden sowie Mlčkov und Bečov im Süden.
Erstmals erwähnt wurde Přeštěnice 1379 als Besitz der Herren von Rosenberg, die mit der nahegelegenen Burg Příběnice verbunden waren. Später wechselten die Besitzer mehrfach: Die Schwanberger erwarben das Dorf, bevor es an das Kloster Milevsko überging. Nach der Aufhebung des Klosters fiel es an verschiedene Adelsfamilien und schließlich an die Jesuiten, die es mit anderen Gütern zur Herrschaft Wopořan vereinten. Noch im 19. Jahrhundert war der Ort in Ober- und Unterdorf geteilt, bis er schließlich zur eigenständigen Gemeinde wurde.
Heute prägen vor allem kleine Kapellen das Ortsbild, darunter die Kapelle Mariä Himmelfahrt von 1882 oder die Kapelle der hl. Theresia aus dem Jahr 1933. In Mlčkov steht eine weitere Kapelle aus dem 18. Jahrhundert, flankiert von alten Linden. Ein besonderes Bauwerk ist der hölzerne Speicher im Gehöft Nr. 1, der in Blockbauweise errichtet wurde. Die umliegenden Hügel wie die Stráže bieten weite Aussichten bis zum Böhmerwald.