Prievidza liegt in der Westslowakei, eingebettet in einem Talkessel zwischen den Gebirgen Žiar, Vtáčnik und Malá Magura. Die Stadt wird vom Fluss Nitra durchflossen, der hier mit der Handlovka zusammenfließt. Umgeben ist sie von weiteren Orten wie Bojnice im Westen oder Handlová im Südosten. Das Zentrum befindet sich auf etwa 280 Metern Höhe.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1113. Damals wurde der Ort in einer Urkunde König Kolomans als Preuigan genannt. Deutsche Siedler prägten später die Stadtentwicklung, die von Goldbergbau und später von Handwerk und Handel lebte. Im 17. Jahrhundert richteten osmanische Truppen und Aufstände schwere Schäden an, doch die Piaristen brachten kulturellen Aufschwung. Erst im 19. Jahrhundert begann die Industrialisierung mit Eisenbahnanschluss und Fabriken.
Die Stadt besticht durch historische Bauwerke wie die barocke Dreifaltigkeitskirche oder die mittelalterliche Pfarrkirche St. Bartholomäus. Am Freiheitsplatz reihen sich Renaissance- und Barockhäuser aneinander, während eine Mariensäule und Denkmäler an vergangene Zeiten erinnern. Prievidza ist heute ein wichtiger Wirtschaftsstandort, besonders durch den Braunkohlebergbau und eine hohe Verkaufsfläche pro Einwohner.