Privas liegt im Südosten Frankreichs, eingebettet im östlichen Teil des Zentralmassivs. Das Tal der Ouvèze prägt die Landschaft, während das nahe Rhonetal mit seinen Städten wie Valence und Montélimar nur wenige Kilometer entfernt ist. Auf etwa 300 Metern Höhe gelegen, herrscht ein gemäßigtes Klima mit jährlichen Niederschlägen zwischen 600 und 900 Millimetern.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die römische Zeit zurück, als eine Villa aus dem ersten Jahrhundert nachgewiesen ist. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort weiter, bis die Reformation im 16. Jahrhundert die Bevölkerung largely protestantisch werden ließ. Privas wurde zu einem Zentrum der Hugenotten, was während der Hugenottenkriege zu schweren Konflikten führte. Nach der Zerstörung durch königliche Truppen 1629 wurde die Stadt wiederaufgebaut und später zur Präfektur des Departements Ardèche während der Französischen Revolution.
Heute ist Privas bekannt für seine landwirtschaftliche und touristische Ausrichtung. Die Stadt bewahrt Erinnerungen an die Widerstandsbewegung im Zweiten Weltkrieg, darunter Gedenktafeln für deportierte Juden und Widerstandskämpfer wie Louis Govers. Persönlichkeiten wie der Historiker Pierre Broué oder der Triathlet Hervé Faure verbinden die Stadt mit überregionaler Bedeutung.