Proseč pod Ještědem liegt im Norden Tschechiens, eingebettet am Südhang des Jeschkengebirges. Der Ort ist umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Kamenný und der Mazova horka, die das Landschaftsbild prägen. Südlich des Stadtzentrums von Liberec gelegen, grenzt die Gemeinde an mehrere kleinere Dörfer wie Padouchov und Pláně pod Ještědem im Norden sowie an Domaslavice im Süden.
Die erste schriftliche Erwähnung der Gegend stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, als die Dörfer Proseč, Domaslavice und Padouchov zur Herrschaft Aicha gehörten. Der Name Proseč leitet sich von einem alten Begriff für einen Durchschlag oder Durchhau ab. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte der Ort mehrfach die Besitzer, darunter Adelsfamilien wie die Oppersdorff und die Waldsteiner, bevor er schließlich mit Český Dub verbunden blieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Ort seinen heutigen Namen und wurde Teil des Okres Liberec.
Besonders sehenswert ist die Kapelle der hl. Dreifaltigkeit aus dem 18. Jahrhundert, die im Jahr 2005 renoviert wurde. Auf der Mazova horka finden sich zudem die Überreste einer Burg und die Höhle Skalákovna. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen, darunter Javorník und Domaslavice, und bietet mit ihrer Lage am Fuße des Jeschkengebirges einen malerischen Ausgangspunkt für Wanderungen.