Pula liegt an der Südspitze der Halbinsel Istrien, wo sich die Adria weit in das Land schiebt. Die Stadt breitet sich auf etwa 30 Metern Höhe aus und wird von sieben Hügeln umgeben. Direkt vor der Küste liegen die Inseln Brijuni, die wie ein natürlicher Schutzriegel wirken. Venedig ist von hier aus per Schiff in gut 180 Kilometern Entfernung zu erreichen, während Slowenien etwa 85 Kilometer nördlich beginnt.
Die ersten Spuren menschlicher Anwesenheit finden sich in den Šandalja-Höhlen, wo Werkzeuge und Knochenfunde bis in die Steinzeit zurückreichen. Später siedelten hier die Histrier, ein illyrischer Stamm, bevor die Römer die Stadt eroberten und zu einer bedeutenden Kolonie machten. In der Antike entstanden Bauwerke wie das Amphitheater, der Tempel der Roma und des Augustus sowie Teile der Stadtmauer. Im Mittelalter wechselte Pula mehrfach die Herrschaft, bis es schließlich unter venezianische Kontrolle geriet und als wichtiger Flottenstützpunkt diente.
Heute prägen vor allem die römischen Monumente das Stadtbild, darunter das gut erhaltene Amphitheater, das zu den größten der Welt zählt. Die Bauten aus der Zeit als k.u.k. Kriegshafen, wie Werften und Kasernen, verleihen Pula zudem einen besonderen architektonischen Charakter. Die Insel Brijuni, einst Rückzugsort von Staatschef Tito, ist heute ein Nationalpark und zieht Besucher mit ihrer Tierwelt und mediterranen Landschaft an. Das milde Klima mit über 2.400 Sonnenstunden im Jahr macht die Stadt zudem zu einem beliebten Reiseziel.