Radstadt liegt im Salzburger Land auf etwa 850 Metern Höhe im Pongau und gilt als „alte Stadt im Gebirge“. Der Hausberg ist der 1768 Meter hohe Rossbrand, umgeben von weiteren Gipfeln wie der Seekarspitze oder dem Predigtstuhl. Die Stadt ist Teil des Ennspongaus und bekannt für ihre Rolle als Wintersportort, besonders im Verbund Ski amadé.
Die Gegend war schon zur Keltenzeit besiedelt, später entstand hier eine römische Raststätte an einer wichtigen Handelsroute. Der Name Radstadt taucht erstmals im 11. Jahrhundert auf und verweist auf seine Funktion als Rastplatz. Als Grenzfestung erlangte der Ort Bedeutung, wurde 1289 zur Stadt erhoben und spielte eine Rolle in den Bauernkriegen. Nach Vertreibungen protestantischer Bewohner im 18. Jahrhundert und wechselnden Besatzungen im 19. Jahrhundert entwickelte sich Radstadt zu einem modernen Tourismuszentrum.
Die Stadt bewahrt ihr historisches Erbe mit einer mittelalterlichen Stadtbefestigung, darunter Türme wie der Hexen- oder Teichturm, und barocken Bauwerken wie der Pfarrkirche. Kulturell prägt das jährliche Paul Hofhaimer Musikfestival das Leben. Das Heimatmuseum im Schloss Lerchen zeigt die regionale Geschichte, während die umliegenden Berge Wander- und Skimöglichkeiten bieten. Radstadt lebt heute vor allem vom Tourismus, besonders vom Wintersport.