Randegg liegt im Mostviertel, eingebettet im Kleinen Erlauftal in der niederösterreichischen Eisenwurzen. Die Marktgemeinde erstreckt sich über etwa 52 Quadratkilometer, wobei fast vierzig Prozent davon von Wald bedeckt sind. Auf 366 Metern Seehöhe gelegen, erheben sich in der Umgebung Hügel bis zu 830 Metern.
Frühe Spuren einer Besiedlung reichen bis in keltische Zeiten zurück, als der Ort unter dem Namen rand-e-ack bekannt war. Später prägten Bajuwaren, Slawen und bayerische Siedler die Gegend, bevor Randegg im ausgehenden zehnten Jahrhundert zum Lehen der Bischöfe von Freising wurde. Urkundlich erstmals 1193 erwähnt, erlebte der Ort durch Kriege und die aufkommende Eisenindustrie im fünfzehnten Jahrhundert einschneidende Veränderungen. Die politische Gemeinde entstand nach der Revolution von 1848/49.
Heute prägen historische Bauwerke wie die spätgotische Pfarrkirche und die Burgruine das Bild. Ein Gedenkstein erinnert an die Opfer eines Massakers im April 1945. Die Gemeinde ist bekannt für ihre internationale Kunstausstellung und pflegt seit 1969 eine Partnerschaft mit einem deutschen Ortsteil. Wirtschaftlich spielen Holzverarbeitung und Mode eine wichtige Rolle, während Bildungseinrichtungen von Kindergarten bis Mittelschule vor Ort vorhanden sind.