Randersacker liegt im unterfränkischen Landkreis Würzburg, eingebettet im westlichen Maindreieck, auch Würzburg-Ochsenfurter Maintal genannt. Der Ort grenzt an mehrere Würzburger Stadtteile sowie benachbarte Gemeinden und ist nur wenige Kilometer von der Würzburger Innenstadt entfernt. Bekannt ist er vor allem als fränkischer Weinort, dessen Ortskern von der Weinbaukultur geprägt ist.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1123, doch bereits im 8. Jahrhundert wird in einer Würzburger Markbeschreibung ein Weingarten an der Grenze zu Randersacker genannt. Im 15. Jahrhundert erhielt der Ort das Marktrecht, das bis heute mit einem jährlichen Fischmarkt gefeiert wird. Eine Besonderheit der Ortsgeschichte war die konfessionelle Teilung im 16. und 17. Jahrhundert, als der Ort sowohl katholische als auch evangelische Bewohner hatte und Feste doppelt begangen wurden.
Das Ortsbild prägen historische Bauwerke wie der Gartenpavillon von Balthasar Neumann, eine spätromanische Pfarrkirche mit barocker Ausstattung und der Zehnthof, der heute als Winzergenossenschaft dient. Geologisch interessant sind die ehemaligen Steinbrüche rund um den Ort, in denen der seltene Quaderkalk abgebaut wurde. Eine Partnerschaft verbindet Randersacker mit der französischen Weinbaugemeinde Vouvray.