Rastede liegt im Nordwesten Niedersachsens, etwa zwölf Kilometer nördlich von Oldenburg, und gehört zum Landkreis Ammerland. Die Gemeinde erstreckt sich am Ostrand der Oldenburger Geest, wo diese in die Wesermarsch übergeht. Mit rund 25 Kilometern Entfernung zur Nordsee ist sie Teil der Region Weser-Ems und wurde 2011 als staatlich anerkannter Ausflugsort ausgezeichnet.
Der Name Rastede verweist auf eine Rodung, erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1059 durch die Gründung der St.-Ulrichs-Kirche. Ein Benediktinerkloster entstand nur wenige hundert Meter entfernt und entwickelte sich zu einem bedeutenden geistigen Zentrum Norddeutschlands. Die günstige Lage an der Friesischen Heerstraße zwischen Bremen und Friesland begünstigte Handel und Verkehr. Doch die Nähe zu den Grafen von Oldenburg brachte auch Konflikte, etwa durch den Raubgrafen Gerd den Mutigen, der das Kloster zeitweise zur Festung ausbaute und die Region durch Raubzüge prägte.
Prägend für Rastede ist das ehemalige Klosterareal, das später als gräfliche Sommerresidenz und Jagdschloss diente. Nach wechselnder Herrschaft unter dänischer und russischer Verwaltung wurde es im 18. Jahrhundert vom Oldenburger Herzog zurückerworben und ausgebaut. Typisch für das Ortsbild sind die alten „Oldenburger Hundehütten“, bürgerliche Wohnhäuser aus der Jahrhundertwende. Die Eisenbahnlinie von Bremen nach Wilhelmshaven brachte im 19. Jahrhundert wirtschaftlichen Aufschwung, während das Schloss bis heute als Symbol der Verbindung zum Haus Oldenburg gilt.