Rathen liegt versteckt im Elbsandsteingebirge, wo die Elbe sich durch Felsen schlängelt. Der Ort besteht aus zwei Teilen: Oberrathen auf der linken Flussseite und Niederrathen auf der rechten, verbunden nur durch eine historische Fähre. Mit seiner geringen Fläche und Einwohnerzahl zählt er zu den kleinsten Gemeinden Sachsens und gilt als staatlich anerkannter Luftkurort.
Seine Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück, als hier Burgen wie Altrathen und Neurathen entstanden. Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1261, doch schon früher lebten die Menschen von Schifffahrt, Holzarbeit und Steinbruch. Später prägte ein Diakonissenhaus das Gemeindeleben, das heute als Bibelheim „Friedensburg“ weiterbesteht. Seit 1933 trägt Rathen den Titel „Kurort“, der bis heute seinen Ruf als Reiseziel festigt.
Heute zieht der Ort Wanderer und Kletterer an, die die spektakuläre Felslandschaft erkunden. Die Bastei mit ihrer berühmten Brücke ist ein Wahrzeichen, ebenso wie die Felsenbühne im Wehlgrund. Fachwerkhäuser und die Gierseilfähre Bergland verleihen dem Ort seinen besonderen Charme. Jährlich feiert man hier die Schifferfastnacht, und die Umgebung mit dem Amselsee und dem Gamrig lädt zum Verweilen ein.