Rennes liegt im Osten der Bretagne, etwa 300 Kilometer von Paris entfernt, und ist die Hauptstadt der Region. Die Stadt wird vom Zusammenfluss der Flüsse Ille und Vilaine geprägt, wobei die Vilaine sie von Ost nach West durchzieht und später in den Atlantik mündet. Ein Kanal verbindet Rennes mit Saint-Malo am Ärmelkanal. Mit zahlreichen Parks auf über 800 Hektar Fläche ist die Stadt reich an Grünflächen.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht, als sie unter dem Namen Condate bekannt war. Im Mittelalter entwickelte sie sich zu einem wichtigen Bischofssitz und wurde später zur Residenz bretonischer Herzöge. Politische Konflikte, etwa der Bretonische Erbfolgekrieg, prägten die Stadt ebenso wie die Integration in das französische Königreich. Im 18. Jahrhundert zerstörte ein Großbrand große Teile Rennes, doch der Wiederaufbau schuf die heutigen repräsentativen Plätze.
Rennes ist heute eine lebendige Stadt mit einer großen Studentenschaft und einem reichen kulturellen Leben. Die Architektur spiegelt die Geschichte wider, von mittelalterlichen Spuren bis zu den klassizistischen Plätzen des Wiederaufbaus. Die Stadt ist auch ein Zentrum des bretonischen Nationalismus, der sich in kulturellen Bewegungen und Initiativen zeigt. Ihre Verbindung zu Fluss und Kanal prägt bis heute das Stadtbild.