Rettenegg liegt versteckt in den Fischbacher Alpen, wo der Pfaffenbach in die Feistritz mündet. Im Norden ragt der Pretul mit 1656 Metern auf, während der höchste Punkt, das Stuhleck, 1782 Meter erreicht. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum steirischen Joglland, und auch der Wechsel ist hier spürbar. Die drei Orte Feistritzwald, Inneres Kaltenegg und Rettenegg bilden zusammen die Gemeinde, die sich über 78 Quadratkilometer erstreckt.
Erstmals erwähnt wird Rettenegg durch die Waldbahn, die von 1911 bis 1958 zwischen Steinhaus und Rettenegg verkehrte. Spuren dieser Strecke sind noch heute sichtbar. Die Einwohnerzahl erreichte einst über 1200, doch seit den 1920er-Jahren nimmt sie stetig ab, bedingt durch Abwanderung. Heute leben hier nur noch wenige Hundert Menschen, die meisten von ihnen römisch-katholisch.
Besonders bekannt ist Rettenegg für seinen Planetenweg „Himmel auf Erden“, der als Wanderung zum Stuhleck führt und das Sonnensystem im Maßstab 1:1 Milliarde darstellt. Ein weiteres Highlight ist der größte Stempel der Welt, der direkt an der Ortseinfahrt zu finden ist. Die Gemeinde setzt auf sanften Tourismus mit Hallenbad, Radwegen und Forellengastronomie. Schriftsteller wie Franz Josef Czernin haben hier gelebt, und der Ort pflegt eine enge Verbindung zur umliegenden Waldheimat.