Rho liegt in der lombardischen Tiefebene, etwa 150 Meter über dem Meeresspiegel, wo der Fluss Olona seine Ufer säumt. Die Gemeinde erstreckt sich auf rund 22 Quadratkilometern und zählt über fünfzigtausend Einwohner. Ihre dichte Besiedlung prägt das Bild einer lebendigen Stadt in der Metropolitanstadt Mailand.
Erstmals taucht der Ort im neunten Jahrhundert unter dem Namen Vico Raudo in Urkunden auf. Im elften Jahrhundert erhielt Rho Marktrechte und ein eigenes Gericht, während Kanäle die Landwirtschaft förderten. Nach der Zerstörung durch Barbarossas Truppen im zwölften Jahrhundert entstand die Stadt neu. Ein Hospital der Augustinermönche folgte um 1300, später kam ein Kloster hinzu, das Napoleons Truppen vernichteten. An der Altstadtgrenze entstand zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert das Santuario dell’Addolorata. 1932 wurde Rho der Titel „Stadt“ verliehen.
Die Stadt ist ein bedeutender Eisenbahnknoten, wo sich die Strecken nach Novara und Varese kreuzen. Sie beherbergt Teile des Mailänder Messegeländes Fieramilano und ist ein Zentrum der Chemie- und Textilindustrie. Mehrere bekannte Persönlichkeiten stammen aus Rho, darunter Bildhauer, Radrennfahrer und Rennfahrer. Das Santuario dell’Addolorata und die moderne Messeinfrastruktur prägen das heutige Stadtbild.